Solidarität mit Besetzer*innen des Audimax

Am 13.06.2017 wurde das Audimax, der größte Hörsaal der Technischen Universität Berlin, besetzt. Die Besetzung folgte auf eine Demonstration des Bündnisses “Wir streiken alle!”, welchem, neben zahlreichen Studierendenvertretungen und studentischen Initiativen, auch der AStA der Beuth Hochschule angehört.

Zu den Hintergründen (mangelnde Demokratisierung der Hochschulen, das problembehaftete Bafög und Diskriminierung sind nur wenige Beispiele) könnt ihr hier mehr lesen.

Am 18.06.2018 erhielt der Präsident der TU, Christian Thomsen, ein Schreiben mit Forderungen. Die Besetzer*innen erklärten sich in diesem bereit, nach Erfüllung ihrer (vergleichsweise moderaten und entgegenkommenden) Forderungen, das Audimax selbstständig zu verlassen.

Was danach geschah, kann man vielerorts (zum Beispiel in der Pressemitteilung der Besetzer*innen) nachlesen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Zusammengefasst sieht es für uns so aus: Die Gruppe der Besetzer*innen, die sich für ihr Recht auf Mitbestimmung und freie, kritische Lehre einsetzten, verhielten sich friedlich und zeigten sich dialogbereit. Der Präsident zog jedoch die polizeiliche Räumung des Audimax am 18.Juni dem Dialog mit den Besetzer*innen vor. Dies ist eine unverhältnismäßige, nicht nachvollziehbare Maßnahme, die im völligen Gegensatz zum demokratischen Selbstverständnis der Hochschulen steht. Die Hochschule soll seit jeher ein Ort sein, an dem Menschen Bildung erhalten, um sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, und ja, diese auch einmal zu hinterfragen. Wie wenig die Leitung der Technischen Universität davon hält, sah man am Mittag des 18. Juni besonders deutlich.

Der AStA der Beuth Hochschule verurteilt deswegen das Verhalten des Präsidenten und erklärt sich solidarisch mit den Besetzer*innen.