Semesterticket: Rot-Rot-Grün straft das Solidar-Modell politisch ab

Pressemitteilung der Landes-ASten-Konferenz

Es ist beschlossene Sache: ab sofort können Azubis ein Jahresticket für 365€ erwerben, das in ganz Berlin/Brandenburg gültig ist. So weit, so begrüßenswert. Allerdings gerät dadurch das Preisverhältnis zum solidarisch finanzierten Semesterticket in arge Schieflage. Die Berliner Asten fordern deshalb eine sofortige Stellungnahme von und Gespräche mit den politisch verantwortlichen Fraktionen auf Landesebene. Zum Vergleich: die Berliner Studierenden zahlen aktuell 387,60€ im Jahr für die Nutzung des ÖPNV. Dabei gilt die Fahrtberechtigung ausschließlich in Berlin ABC. Der entscheidende Unterschied zum neuen Azubi-Jahresticket ist allerdings folgender: „Alle Berliner Studierenden sind verpflichtet, das Semesterticket zu kaufen. Dadurch wird es für jede_n Einzelne_n billiger“, erläutert Johanna Michel für die Landes-ASten-Konferenz. Hannah Rothkegel vom Fachausschuss „Verkehrskonzept und Semesterticket“ des Studierendenparlaments der TU Berlin erklärt, warum dieses Modell aus ökologischer und sozialer Perspektive zukunftsweisend ist: „1. Wer sowieso ein Ticket hat, wird es auch eher nutzen. In Zeiten von Dieselskandal und Klima-Krise ist das Semesterticket eine Speerspitze progressiver und umweltbewusster Verkehrspolitik. 2. Im Solidar- Modell werden die Mehrkosten, die dem VBB durch ausbleibende Ticketverkäufe entstehen, auf alle umgelegt. So können Mobilität und Teilhabe auch für Studierende in prekären Lebenslagen gesichert werden. Außerdem sind keine zusätzlichen Subventionierungen aus dem Landeshaushalt nötig.“

Der Semtix-Ratschlag, ein Zusammenschluss von Vertreter_innen der Berliner ASten, die die Konditionen des Semestertickets mit dem VBB aushandeln, macht deutlich: „Wir wollen explizit keine Neiddebatte führen und freuen uns für alle Azubis, die in Zukunft für einen Bruchteil des bisherigen Preises den ÖPNV nutzen können. Als politisches Symbol finden wir das neue Ticket allerdings fatal! Dass das Studi-Ticket nun im Vergleich viel teurer sein soll, ist schlicht nicht nachvollziehbar. Mittelfristig sollte das Ziel ein solidarisch finanzierter Nahverkehr für alle Berliner_innen sein – nach Vorbild des Semestertickets. Bis zur Umsetzung wollen auch wir Studis für 1€ pro Tag im VBB fahren können. Wir wünschen uns, dass die Berliner Politik ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung nachkommt und hier klar Position bezieht.“

Der Semtix-Ratschlag der Berliner Verfassten Studierendenschaften

Bitte kontaktieren sie uns unter:

Mail: semtix@lak-berlin.de

Telefon: +4915219452424

Janus Slam #4

Wie jedes Jahr treten am 11.4. wieder Lyriker*innen und Prosaist*innen bei der vierten Ausgabe des Janus Slam an der Beuth Hochschule erst in getrennten Runden gegeneinander an, um dann ihren jeweiligen Gewinner im epischen Finale die Entscheidung erfordern: Lyrik oder Prosa – wer gewinnt den 4. Janus Slam?

Der Poetry Slam findet im H1 (Haus Bauwesen D) statt

Einlass: 17:30, Beginn: 18:00

LINE UPfolgt!

Stellungnahme Beuth Debatte II

Vor gut einem halben Jahr haben wir unsere erste Stellungnahme zur Beuth-Debatte veröffentlicht.

Im Folgenden wollen wir die Entwicklungen und unsere Erfahrungen aus dem letzten halben Jahr beschreiben und Stellung dazu beziehen.

Im und um das Symposium zum Thema “Beuth in seiner Zeit” am 17. und 18. Januar 2019 wurde sich erneut differenziert mit dem Namensgeber befasst. Ein Papier vom Zentrum für Antisemitismusforschung folgte und bestätigte den Vorwurf, Thümers Papier sei unwissenschaftlich und postulierte, es sei ihm kein Glaube zu schenken.

https://www.tu-berlin.de/fileadmin/i65/Dokumente/Stellungnahme_ZfA.pdf

Wir begrüßen daher die Einsicht, mit der die Autoren der “Thümer-Papiere” diese

zurückgezogen haben und gehen damit davon aus, dass dank des Symposiums nun Konsens über die wissenschaftlichen Erkenntnisse besteht.

Auch die Beiträge im Symposium selbst ließen kaum einen Zweifel daran, dass Beuth in der Tat Antisemit war. Das Medienecho der letzten Wochen spricht ebenfalls eine deutliche Sprache: Beuth muss weg! http://antibeuth.de/presse/

 

Ein zentraler Bestandteil der letzten Stellungnahme waren auch die Forderungen an das Präsidium,

[1] einen offenen und transparenten Diskurs zu führen, an dem alle Mitglieder der Hochschule teilhaben können:

Das wurde und wird vonseiten der Hochschule mit zwei Dingen versucht.

Erstens, mit Jour Fixes und dem Symposium zum Thema Beuth. Hier sollte man in Form von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion mehr Hintergundinformationen zum Diskurs bekommen. Das Angebot wurde leider von recht wenigen Studierenden wahrgenommen. Ein Problem der Terminwahl, am Anfang der Prüfungsphase?

Zweitens, die Umfrage zum Thema Beuth, welche am 6. Februar an alle Statusgruppen der Hochschule versendet wurde. Hier versucht das Präsidium, alle Mitglieder zu beteiligen, die Fragen sind sehr allgemein gefasst. Die Frage “Soll die Hochschule umbenannt werden?” ist nicht darunter. Auf die Auswertung dieser Umfrage sind wir sehr gespannt. Bis 20. Februar kann man noch teilnehmen.

Was wir uns zusätzlich zu den vom Präsidium ergriffenen Maßnahmen wünschen, ist, dass der Diskurs bei Erwähnung des Namens und auch auf dem Campus selbst sichtbar gemacht wird. Dies ist in Form einer Ausstellung zu Beuth geplant, dessen Eröffnung sich leider verzögert hat. Den Vorschlag der “studentischen Initiative für einen schönen Hochschulnamen/ AntiBeuth.de”, das Haus Grashof mit einem neuen Banner zu versehen, begrüßen wir. http://antibeuth.de/forderungen/

[2] eine Aktualisierung des Leitbildes vorzunehmen, in dem Beuth als Gründungsvater mit

humanistischem Anspruch dargestellt wird:

Der Inhalt des Leitbildes (http://www.beuth-hochschule.de/129/) ist nach einem halben Jahr immer noch nicht verändert, sondern nur mit dem Verweis auf den Diskurs versehen worden.

Wir fordern demensprechend, dass die Hochschule eine klare Position zu der Frauen- und Judenfeindlichkeit Beuths bezieht und dies auch gut sichtbar im Leitbild festhält. Das schadet der Hochschule nicht, sondern bezeugt umgekehrt ihren Willen zur Verbesserung.

[3] dass die Hochschule ihren Namen in der Öffentlichkeit ändert oder kommentiert, um Beuth nicht weiter als Leitfigur und Vorbild darzustellen:

Weder eine Kommentierung des Namens in der Öffentlichkeit, noch eine Namensänderung oder die eindeutige Absicht sind bisher zu erkennen. Die HS hat auf ihrer Website einen Verweis auf den Diskurs an recht prominenter Stelle platziert, jedoch steht der Name überall sonst auf Campus und im Internet unkommentiert. Beuth wird hier unserer Meinung nach nicht offen und kritisch genug beleuchtet.

Wir fordern weiterhin die Umbenennung der Hochschule. In einer Zeit, in der rechtsradikale Kräfte in Deutschland und an unseren Berliner Hochschulen und Universitäten wieder präsent sind, ist es wichtig, ein Zeichen für unsere Verbindlichkeit zu humanistischen Werten zu setzen und jegliche Form von Diskriminierung und Menschenhass ganz klar zurückzuweisen.

[4] ein Konzept zur inhaltlichen Aufarbeitung, welches auch die Kosten einer etwaigen Namensänderung und deren Auswirkungen auf Studierende, Lehrende und Mitarbeitende darlegt:

Uns hat kürzlich die Nachricht aus dem Präsidium erreicht, die genauen Kosten sollen nicht

veröffentlicht werden. Das soll dazu dienen, den Diskurs nicht am finanziellen Erfolg oder Misserfolg der Hochschule, sondern an der inhaltlich richtigen Entscheidung zu orientieren. Diesen Ansatz begrüßen wir. Fest steht allerdings, dass viele Schilder und eine Menge Beton an der Luxemburger Straße weg müssen.

Die AG Diskurs Beuth kümmert sich intern um ein Gutachten zum Umgang mit einer Umbenennung. Wir hoffen, dass hier ein der Studierendenschaft zuträglicher Umgang gewählt wird und die AG bald konkrete Ideen formuliert und Maßnahmen ergreift. In der Zwischenzeit fordern wir das Präsidium der Hochschule dazu auf, sich endlich selbst öffentlich zu den Fakten zu positionieren. Wir betrachten die Phase der Aufarbeitung mit dem Ende des Symposiums für weitestgehend abgeschlossen.

 

Bei Fragen und Anregungen an den AStA zum Thema Beuth Diskurs wendet euch gerne an soziales@studis-bht.de

Links:

Winterfest der Fachschaften 2018

FSR I, VI, VII
Raum B 020, B 030, B 040
– gemeinsames Buffet
– Bier vom Fass
– Glühwein
– Karaoke, Gesellschaftsspiele, Videospiele
FSR II
Raum A127
– Feuerzangenbowle
– Bier (auch vom Fass )
– Knabberein
FSR V
– Crêpes

– Glühwein weiß & rot

– Punschpong
– Gesellschaftsspiele

 

FSR VIII
Raum A112
– Bowle
– Chili con y sin carne
– Xbox Spiele

Weitere Infos folgen

Hochschulwahlen 2018: Kandidiere jetzt!

Hey ihr! #Hochschulwahlen2018 sind bald, aber vorher heißt es: kandidieren! und #machenstattmeckern.
Mach selbst Hochschulpolitik und kandidiere allein oder mit Liste, sonst heißt es vielleicht bald #stampfkartoffel #wurstliste #grünkohlstattkaffee oder #gandalf4president (Apropos: auch das Präsidium wird neu besetzt!).
Jetzt ist das natürlich alles total kompliziert mit der Hochschulpolitik und auf Verantwortung hat mensch eh keinen Bock… Aber nicht verzagen! Schaut doch mal vorbei im AStA Büro (ME03) – hier könnt ihr kandidieren! Wir beraten euch auch super gerne in Sachen “Wie kann ich mich einbringen?”. Oder ihr geht auf https://wahlen.studis-bht.de/, da gibts alles zum selber lesen.

Kritische Orientierungswochen an der BHT

Die kritischen Orientierungswochen werden im Wintersemester 2018/19 nun zum zweiten Mal stattfinden, nachdem sie bereits zu Beginn des Sommersemesters 2018 großen Zuspruch gefunden haben.
Im vergangenen Semester hat vieles unsere Hochschule bewegt – nicht zuletzt die Debatte um ihren Namensgeber. Dieses und viele weitere gesellschaftlich relevante Themen sollen in unserem breit gefächerten Programm Platz finden. Wir laden euch herzlich ein zum Reflektieren, sich Austauschen und Perspektiven und neue Einblicke kennenlernen, um die eigene Rolle und Verantwortung innerhalb der Gesellschaft nicht nur aus dem Blickwinkel des eigenen Studienganges zu sehen.
Wir freuen uns auf Euch.

KOW Programmheft